Alpenklimagarten im Kloster Ettal nun auch offiziell eröffnet

27.09.2018

Seit Mai dieses Jahres ist er schon begehbar, nun wurde der Alpenklimagarten im Kloster Ettal auch offiziell eröffnet. Das bereits in der 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts erbaute ehemalige Alpinum des Klosters ist aufwendig umgebaut und erneuert worden und eine neue Naturattraktion auf dem Klostergelände. Im Kloster hofft man den Bereich rund um den Alpenklimagarten zukünftig weiter aufwerten zu können und bemüht sich aktiv um den Standort eines Naturparkinfozentrums.

Der bundesweit anerkannte Ettaler Wissenschaftler und Klimaforscher Pater Albert Kratzer setzte in den 50er und 60er Jahren die Arbeit seines Mitbruders Frater Alfons fort, der im Klostergarten in Ettal zum Ende der 30er Jahre einen Garten angelegt und gepflegt hat, der einen Querschnitt aller wichtigen Alpenpflanzen abbildete. Das sogenannte Alpinum beinhaltete bereits eine Wetterstation, so dass Daten zu den klimatischen Besonderheiten des Alpenraums aufgenommen werden konnten. Studenten aus ganz Deutschland besuchten den Klostergarten, um Forschungen zu klimatischen Entwicklungen zu betreiben. Noch heute erfährt das Werk Kratzers hohe Anerkennung. Nach dem Tod von Frater Alfons Maria Schnitzler, der sich mit anderen um den Erhalt des Alpengartens verdient gemacht hat, ist der Garten in den vergangenen Jahrzehnten leider Stück für Stück verwildert. Die Landesausstellung wurde zum Anlass genommen, diesen Bereich des Klosters als Alpenklimagarten wiederherzurichten und kostenfrei der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen.

In seiner Ansprache bedankte sich Abt Barnabas Bögle insbesondere bei den LEADER-Fördermittelgebern, durch die das Projekt erst möglich geworden sei. Weiterhin galt sein Dank der Gemeinde Ettal, die für die Herrichtung und Pflege des Weges zuständig ist, der Gärtnerei Behrend aus Grainau, die das Projekt umgesetzt hat und dem Karlsruher Institut für Technologie in Garmisch-Partenkirchen sowie dem botanischen Garten Nymphenburg, die bei den Inhalten, insbesondere den Info-Tafeln, großartige Unterstützung geleistet haben.

„Mit dem Projekt wurden bereits weitere Initiativen losgetreten“, freut sich Abt Barnabas Bögle. „So hat der Bund Naturschutz im Landkreis Garmisch-Partenkirchen oberhalb des Alpenklimagartens für Umweltbildungszwecke zusätzlich ein Arboretum angelegt. Weiterhin haben die Werdenfelser Bergschafzüchter auf einer Weide direkt neben dem Garten den Landesausstellungsbesuchern ihre Tiere präsentiert. Uns ist es wichtig, dass auch der Naturpark diesen Bereich zukünftig zur Information und Umweltbildung nutzt. Aus unserer Sicht ist es der optimale Ort für ein Naturparkinformationszentrum.“

Auch Frau Dr. Angelika Schaller vom Bayerisches Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und Martin Kriner, LEADER Manager im Landkreis Garmisch-Partenkirchen sind glücklich über das neue Projekt: „Hier wächst in jeder Hinsicht etwas zusammen. Wir sind dankbar über das Engagement der Projektpartner und sicher, dass die LEADER-Mittel gut investiert sind.“

 

Bilder

  • Gruppenfoto (von links nach rechts: Abt Barnabas Bögle, Dr. Angelika Schaller, Martin Kriner, Josef Pössinger, Pater Johannes Bauer, Martin Kleiner (Bund Naturschutz)
  • Alpenklimagarten

Pressekontakt:

Benediktinerabtei Ettal
Kaiser-Ludwig-Platz 1
D-82488 Ettal
Tel. 08822/746215
E-Mail: loth@kloster-ettal.de

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Pressemitteilung Kloster Ettal