Bericht zum Aktzeichnen-Workshop für Schüler im Kunst Additum

09.08.2019

Ein Bericht von Teresa Leppich, Q11: Am Wochenende 23.02.19/24.02.19 durften wir, die neun Schülerinnen des Kunst Additums, dank unseres Wittelsbacher-Stipendiums am Aktzeichnen-Workshop vom „Atelier Projekt“ in München teilnehmen. Der Künstler Stefan Heide zeigte uns und fünf weiteren Teilnehmern, das Zeichnen eines Aktmodells optimal umzusetzen.

Am ersten Tag begannen wir um 10.00 Uhr mit ein paar zeichnerischen Lockerungsübungen wie z.B. mit beiden Händen gleichzeitig zu zeichnen, um ein Gefühl für die darauffolgende Arbeit zu bekommen. Dann wurde uns das Modell vorgestellt, ein junger Mann, den wir den ganzen Tag lang, unterbrochen von zwei Pausen in denen wir uns stärken konnten (auch in den umliegenden Essensmöglichkeiten), mit unterschiedlicher Arbeitszeit (variierend von 1 Minute bis 20 Minuten pro Blatt) und Materialien (Bleistift, Kohle, Aquarell,…) in den verschiedensten Posen abzeichnen durften. Stefan Heide ließ uns selbstständig und frei arbeiten, vieles ausprobieren und unterstützte uns hier und da mit wertvollen Tipps. Das Modell posierte in der Mitte des Raumes und alle Teilnehmer saßen darum herum im Kreis; somit konnte jeder aus einer anderen Perspektive arbeiten. Abschließend durften alle ihre Bilder an die Wand hängen und jedes einzelne Bild wurde besprochen und Erfahrungen ausgetauscht. Der Workshop endete um 17:00 Uhr.

Am zweiten Tag starteten wir zur selben Zeit mit einer anderen Reihe an Lockerungsübungen, um uns wiederum auf die kommende Arbeit einzustellen. Das Modell war dieses Mal eine junge Frau, ansonsten lief die Arbeit wie am Tag davor; auch heute konnten wir mit verschiedenen Materialien in verschiedenen Zeiträumen arbeiten. Die Mittagspause verbrachten wir dieses Mal alle gemeinsam an einem großen Tisch; eine gute Möglichkeit um die neu gesammelten Eindrücke, auch vom vergangenen Tag, mit allen auszutauschen. Um 16:00 Uhr konnte wieder jeder seine Bilder aufhängen, diese wurden auch im Hinblick auf den ersten Tag besprochen und jeder konnte abschließende, individuelle Worte zu den vergangenen Workshop-Tagen aussprechen. Mutiger und vom vorherigen Tag bestärkt trauten sich viele, am zweiten Tag noch mehr neues auszuprobieren. Für andere gestaltete sich der weibliche Körper im Vergleich zum männlichen als Herausforderung, dennoch konnte jeder tolle, neue Erfahrungen sammeln, seinen Stil finden oder ausbauen und einiges mitnehmen. Allgemein konnten wir alle viel darüber lernen, wie jeder individuell den menschlichen Körper sowohl realistisch, als auch abstrahierter abbilden kann und wie mit dem Ausarbeiten der  Proportionen, aber auch mit Licht und Schatten das Modell dargestellt werden kann. Ein besonderer Dank gilt Stefan Heide für den ansprechenden Workshop und dass er uns so viel Freiheit in der Umsetzung ließ, unserem Kunstlehrer Jess Walter für die Vorarbeit und die Motivation und natürlich das Wittelsbacher Stipendium, ohne das uns diese wunderbare Erfahrung niemals möglich gewesen wäre!

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Teresa Leppich, Q11